Coach mit Himbeere

Wie ich Online Ernährungstherapeutin wurde

Online Ernaehrungstherapeutin Alexandra Friedhoff
Alexandra etwas pummelig im Jahr 2011

Ich heiße Alexandra Friedhoff

Lass Dich nicht vom Foto täuschen. So fit und gesund war ich nicht immer! Hinter mir liegen intensive Jahre, geprägt von Krankheiten, an denen ich zweimal fast gestorben wäre. Doch heute bin ich gesund und liebe mein Leben als Online Ernährungstherapeutin. Geboren 1968 in Nordrhein-Westfalen, bin ich seit 1999 Wahlberlinerin und lebe in Berlin Frohnau. 

Gesund alt werden – wie geht das?

Ich hatte nie Vorbilder für gesundes Älterwerden. Niemand hat mir gezeigt wie ich „gesund bis ins hohe Alter“ lebe. Meine Omas und Großtanten sind mit über 90 zwar sehr alt geworden; aber ihre letzten Jahre waren durch Krankheiten, Schmerzen, Einschränkungen und viele Medikamente geprägt. Die Männer starben alle viel zu früh.

Meine Oma Frieda hatte eine Marie Ataxie. Sie litt zusätzlich an Diabetes-Typ 2 (Altersdiabetes), schluckte brav die ihr verordneten Tabletten, änderte aber nichts an ihrem Essverhalten. Woher hätte sie wissen sollen, dass ihre Mahlzeiten trotz der Medikamente großen Einfluss auf ihren Blutzucker und Diabetes nahmen? Niemand sagte es ihr. Von den Pillen und auch durch die falsche Ernährung bekam sie Sodbrennen, Magenschmerzen und weitere Beschwerden. Dafür gab´s dann die nächste Verordnung.

Meine Oma Emmi quälten heftige Nervenschmerzen, so dass sie oft kaum laufen konnte. Ohne Schmerz- und Schlaftabletten konnte sie sich ihr Leben nicht mehr vorstellen. „So ist Älterwerden eben“ dachte ich und wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass ich selber meine Gesundheit  beeinflussen könnte. 

Auch meine Eltern blieben nicht verschont vor diversen schweren Krankheiten. Genauso wie viele weitere engere oder weiter entfernte Familienmitglieder. Niemand stärkte aktiv die eigene Gesundheit, sondern setzte ausschließlich auf den Rat der Ärzte und auf Medikamente. 

Bewegung? Nicht mit mir!

Ich stamme aus einer unbeweglichen Familie und mochte „Sport“ schon in der Schule nicht. Meine Teilnahme an den Bundesjugendspielen empfand ich als Zurschaustellung meiner Unsportlichkeit und sehr demütigend. Im Schwimmunterricht nahm ich eine „Sechs“ eher in Kauf, als auf Zeit zu schwimmen und mich durch Langsamkeit zu „blamieren“. Meinen Kindern, so schwor ich mir, würde ich immer eine Entschuldigung für das Fernbleiben vom Sportunterricht schreiben.

Heute schmunzele ich darüber. Es hätte mich in arge Bedrängnis gebracht, weil Ehrlichkeit einer meiner wichtigsten Werten ist. Da ich aber keine Sprösslinge habe, blieb mir dieser Gewissenskonflikt erspart. Ich mag den Gedanken, dass sie vielleicht „Sportskanonen“ geworden wären.

Meine Kindheit und Jugend: überschattet von Krankheiten und Medikamenten

Schon als Kind litt ich häufig unter Blasen- und Mandelentzündungen und bekam Antibiotika. Dazu gesellte sich ab der Pubertät eine Migräne, die mich 30 Jahre quälte. Ich kannte alle Tipps, die zur Linderung von Kopfschmerzen veröffentlicht wurden. Genervt war ich von jedem Ratschlag, den mir Eltern oder Freunde gaben, da nichts bei mir wirkte. Erst seit fünf Jahren spüre ich eine deutliche Linderung, die ich auf meinen geänderten Lifestyle (Low Carb Ernährung, Bewegung, Entspannung) zurückführe.

Ich nahm ein Antibiotikum nach dem nächsten und nutzte Triptane (ein spezielles Kopfschmerzmedikament gegen Migräne) wie Bonbons. So segensreich die Erfindung des Penicillins vor 75 Jahren war, um Bakterien und damit Krankheiten zu bekämpfen, so inflationär wurde es in den 80ern und auch heute noch gegeben. Es kommt so häufig zum Einsatz, dass viele (Darm)-Bakterien immun dagegen wurden. Dies führte auch zum gefürchteten multiresistenten Krankenhauskeim. Er spricht immer weniger auf Antibiotika an. Viele Patienten fangen ihn sich ausgerechnet dort ein, wo sie gesunden sollen.

Von all diesen Einflüssen der Antibiotika auf die Darmflora wusste man damals noch weniger als heute. Auch nicht, dass Probiotika (gute Darmbakterien) und Präbiotika (die Nahrung der guten Darmbakterien) nach der Einnahme von Antibiotika den Darm bei dessen Regeneration unterstützen. Eine Verbindung zwischen Darm und Gehirn (sie sind über den Vagusnerv verbunden und kommunizieren so miteinander) war in der Medizin noch nicht hergestellt, also litt ich still vor mich hin.

Einen Teufelskreis hatte ich in Gang gesetzt. Mandel- oder Blasenentzündung bekommen, Antibiotikum genommen, Darmflora geschädigt, dadurch das Immunsystem (das im Darm sitzt) geschwächt und gleich die nächste Entzündung bekommen. Wieder alles von vorne. Auf die Idee, mein Immunsystem zu stärken, um weitere Infektionen zu verhindern, kam leider niemand. 

Dazu aß ich viele Süßigkeiten, ernährte mich hauptsächlich von Kohlenhydraten in Form von Nudeln, Kartoffeln, Brot, Reis, und Kuchen. Zucker (zu denen diese Kohlenhydrate abgebaut werden), so weiß man heute, befeuert Entzündungen im Körper, schwächt die körpereigene Abwehr und trägt zur Entstehung der nächsten Krankheit bei. Ich war nie dick, aber richtig schlank auch nicht. Eher etwas pummelig.

Dazu meine „Sportmuffeligkeit“… Übrigens habe ich bis 1995  auch geraucht. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich später mal als Online Ernährungstherapeutin arbeiten würde, hätte ich es nicht geglaubt.

Herzmuskelentzündung nach verschleppter Erkältung –

ich soll mich gesund ernähren – aber wie?

2010 erkrankte ich an einer Herzmuskelentzündung, verursacht durch eine verschleppte Erkältung – der Klassiker! Viel beschäftigt wie ich war, ließ ich mich nicht von einem Schnupfen aufhalten! Ohne Fieber berechtigte mich eine Erkältung auch nicht zur „Krankschreibung“ – so dachte ich. Es fing harmlos an mit Herzrhythmusstörungen. Diese hatte ich früher schon mal und sie wurden als „vegetative Dystonie“ bezeichnet. Auf gut Deutsch „keine Ahnung, was Sie haben, aber körperlich ist alles in Ordnung. Muss wohl psychisch bedingt sein.“ Ich schob sie auf den Stress und ignorierte sie. So lange bis eine Heilpraktikerin bei einer Pulsdiagnose den gestörten Herzrhythmus fühlte und mich zum Arzt schickte. Die Herzmuskelentzündung „berechtigte“ mich dann für eine Krankschreibung. Monatelang sogar.

Die ersten Wochen blieb ich zuhause und bekam Unmengen von Schmerztabletten. Der Arzt hatte gesagt, ich solle mich gesund ernähren. Was er darunter verstand, verschwieg er allerdings. Ich lebte alleine und hatte Angst. Große Angst. Nachts konnte ich nicht schlafen, mein unregelmäßiger Herzschlag hielt mich wach. Die Rhythmusstörungen wurden kontinuierlich schlimmer, bis ich mich selber ins Krankenhaus einwies.

Auf dem Höhepunkt der Arrhythmien wurden mir mittels Herzkatheter die Herzzellen, die da so aus der Reihe tanzten, verödet. Ich hatte Glück. Mein Herz schlug wieder im Takt und ich wurde kurz darauf mit zwei Medikamenten, Beta-Blocker und ACE-Hemmer, entlassen. Der Beta-Blocker regulierte meinen Herzschlag, machte mich aber auch müde. So sehr, dass ich um 19 Uhr auf dem Sofa einschlief. Die Ärzte sagten, ich müsse die Tabletten lebenslang nehmen; das wollte ich nicht akzeptieren und bestand darauf, sie auszuschleichen.

Mein Partner, ein Sportler, war der perfekte Begleiter. Er stand mir treu zur Seite, verordnete mir sanften Ausdauersport, den mein Herz zur Stabilisierung brauchte. Vor allem aber erklärte er mir die Zusammenhänge zwischen Bewegung und Gesundheit und weckte somit mein aufrichtiges Interesse am Sport. Ich verstand zum ersten Mal, dass regelmäßige sportliche Betätigung keine Option, sondern ein MUSS für ein gesundes und leistungsfähiges Leben ist.

Also fuhr ich um 5 Uhr unabhängig von Wind und Wetter mit dem Bus ins Fitnessstudio. Meine Freunde bewunderten meine Konsequenz, so früh vor der Arbeit zu sporteln. Dabei hatte ich doch nur verinnerlicht, dass Bewegung mir meine Gesundheit zurück geben würde. Meine Fitness verbesserte sich, die Tabletten wurde ich los, aber richtig wohl fühlte ich mich immer noch nicht. Die Zeit der Migränen und Blasenentzündungen intensivierte sich wieder. Gleichzeitig wurde ich wieder mutiger und suchte neue Herausforderungen. Ich wagte Tauchgänge in Ägypten, buchte endlich einen Tandem-Gleitschirmflug im Allgäu und wurde Heilpraktikerin für Psychotherapie. 

 

Ernaehrungstherapeutin Alexandra Friedhoff beim Yoga auf Bali
Ich_bin_eine_Taucherin
Gleitschirmfliegen_ist_auch_Bewegung

Der massivste Angriff auf meine Gesundheit – eine Meningitis – aber mein Lebenswille siegt

2016 lernte ich die Wichtigkeit von Mikrobiom- (die Bakterienbesiedlung im Darm) und Blutanalyse für die Darmgesundheit und Vitalität kennen und ließ beides machen. Sie zeigten große Defizite. Bevor ich sie richtig angehen konnte, ereilte mich eine Mittelohrentzündung. Hätte man mir nur eine Schachtel aller Antibiotika, die ich jemals bekommen habe, gegeben – vielleicht wäre die Entzündung folgenlos ausgeheilt. Vielleicht auch nicht. Jedenfalls entschieden sich zwei Ärzte, ausgerechnet dieses Mal gegen ein Antibiotikum und rieten mir, erst mal abzuwarten. So entwickelte sich die Mittelohrentzündung innerhalb von 36 Stunden zu einer schweren bakteriellen Hirnhautentzündung.

Ich kürze die Geschichte ab: nach einem albtraumartigen Wochenende zuhause wurde ich in letzter Minute ins Krankenhaus eingeliefert, notoperiert und lag einige Tage im Koma. Unmengen an intravenös verabreichten Medikamenten retteten mein Leben. Als ich wieder zu Bewusstsein kam, konnte ich weder sprechen, noch lesen, schreiben und nur in Begleitung laufen.

Ich hatte Erinnerungslücken und Wortfindungsstörungen gehörten für eine Weile zu meinem Alltag. Die Medikamente verursachten heftigste Nebenwirkungen und nach einer Woche verabschiedeten sich Gehör und Gleichgewichtssinn im linken Ohr, was ich seltsam gleichmütig hinnahm. Seitdem bin ich einseitig ertaubt.

Bereits eine gute Woche nach meiner Einlieferung ins Krankenhaus wurde ich in eine Rehaklinik verlegt, wo meine neurologischen Ausfälle behandelt wurden. Es war ein Schock für mich, so viele schwer kranke Menschen zu erleben und meine größte Sorge galt meiner Arbeitskraft.

Würde ich wieder ins Büro zurückkehren können? Wäre ich noch so leistungsfähig wie früher? Würde ich irgendwann wieder auf beiden Ohren hören können? Aufgeben war keine Option für mich. Ich verdanke der Macht des positiven Denkens sehr viel – der Glaube versetzt Berge.

Alle Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Laufen kamen zurück bzw. konnte ich mit meinem zähen Willen trainieren.
Ich verbrachte fünf Wochen in der Klinik und fühlte mich gut betreut. Insbesondere der Psychotherapeutin habe ich vieles zu verdanken. Sie hat mir immer wieder Mut gemacht, wenn ich mit meinen Nerven am Ende war und hat mich großartig unterstützt.

Das Essen in der Reha war für Krankenhausverhältnisse ganz ok, aber nicht annähernd das, was ich unter gesunder Ernährung verstehe. So ließ ich mir von meinen Besuchern wenigstens frische Beeren und Avocados mitbringen und bestellte mir Eiweißpulver und Nahrungsergänzungsmittel in die Klinik.

Rote_Fruechte_sind_gesund
gesunde_Avocado

Zurück ins Leben und zu einem gesünderen Essverhalten

Nach fünf Wochen wurde ich entlassen und erholte mich zuhause. Die erste Zeit war schwierig. Insbesondere abends holten mich die Erlebnisse oft ein und ich hatte Angst vor der Nacht. Während des ersten halben Jahres war ich monatlicher Gast in der Akutsprechstunde meines HNO-Arztes.

Irgendwann wollte ich wieder mein Sportprogramm aufnehmen, allen Gleichgewichtsstörungen zum Trotz. Ich wusste, dass Schonung nicht die Lösung, sondern Teil des Problems ist. Glücklicherweise hatte ich ein Laufband in meiner Wohnung, auf dem ich regelmäßig langsam ging.

Zusätzlich begann ich wieder meine Yoga-Praxis. Die OP-Narbe am Ohr merkte ich immer noch und ich hatte häufig Schmerzen nach dem Training – entweder am Ohr, an der Narbe oder ich bekam eine Migräne, weil das Narbengewebe getriggert worden war. Alles in allem eine sehr anstrengende Zeit und ich bin stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe. Den Prognosen der Ärzte zum Trotz (dass ich nie wieder würde Fahrradfahren können) radele ich seit Frühling 2020 auch wieder. Merke: Du kannst eine Diagnose bekommen, aber traue niemals einer Prognose!

Du erinnerst Dich an die Blut- und Mikrobiomanalyse, die ich Anfang 2016 machen ließ, und die so katastrophale Defizite aufzeigte? Beide Experten empfahlen mir neben der Supplementierung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Prä- und Probiotika eine kohlenhydratreduzierte Ernährung und so fing ich an, mich eingehender damit zu beschäftigen.

Für mich öffnete sich eine neue Welt! Ich wollte alles wissen über den Einfluss der Lebensmittel auf meinen Körper. Weshalb reicht es nicht, als Diabetiker nur auf Zucker zu verzichten? Wieso helfen Darmbakterien bei Migräne? Warum ist es wichtig, wie die Hühner gefüttert wurden, deren Eier ich verzehre?  Ist Fleisch wirklich so schlecht, wie gesagt wird? Woher kommt die Fettphobie vieler Menschen?

Fragen über Fragen – zudem fühlte ich mich von Monat zu Monat besser, je strikter ich mich an die Empfehlungen hielt. Das Beste daran: es fiel mir noch nicht mal schwer. Und das, wo ich doch ein „Kohlenhydratjunkie“ gewesen war. So kam ich zur Low Carb Ernährung. Je tiefer ich einstieg, desto deutlicher spürte ich meinen Wunsch, andere Menschen auf ihrem Weg zu einer besseren Gesundheit begleiten zu wollen.

Alexandra Friedhoff Low Carb

Heute: glücklich als Online Ernährungstherapeutin

Ich traue mir wieder viel zu und bin nach Bali und Indien gereist. Auf den ersten Blick bin ich wieder die Alte. Aber ich bin es natürlich nicht. Möchte es gar nicht sein. Diese zwei Grenzerfahrungen mit dem Tod haben mich verändert. Haben mich demütiger gemacht. Meine Eltern haben mir das Leben geschenkt, die Schulmedizin hat es zweimal gerettet. Dafür werde ich ewig dankbar sein.

Aber richtig zum Leben erweckt hat mich die Änderung meines Lebensstils. Dazu gehören das Streichen ungesunder Kohlenhydrate aus meiner Ernährung, die Auswahl gesunder Fette und Eiweiße, regelmäßige Bewegung in Form von Joggen, Yoga und Krafttraining sowie diverse Entspannungstechniken. Besonders wichtig ist das regelmäßige Messen wichtiger Blutwerte und das systematische Auffüllen von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Ich wußte vorher gar nicht, dass ich mich so vital und voller Energie fühlen kann. Das setze ich nie wieder aufs Spiel!

Meine wichtigste Erkenntnis, auch wenn ich dafür zweimal dem Tod vom Schüppchen springen und viel Lebenszeit in Krankheiten investieren musste:

Ich lebe heute FÜR die Stärkung meiner und Deiner Gesundheit
Dieses Wissen gebe ich von Herzen gern an Dich weiter.

Ich freue mich, wenn ich Dich auf Deinem Weg in eine gesündere Zukunft begleiten darf und Dich mein Angebot anspricht.
Ich bin Deine Online Ernährungstherapeutin. 

Meine Ausbildungen:

Heilpraktikerin für Psychotherapie
Ausbildung in Verhaltenstherapie
Coach für Contextuelles Coaching
Gesundheits- und Ernährungscoach LCHF

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