Was hilft wirklich bei Migräne?

Migräne kann sehr viele Auslöser haben: Hormonschwankungen, Streß, Nackenverspannungen, Veränderungen im Schlaf-/Wachrhythmus, Lärm, Flackerlicht. Ein Ungleichgewicht an Botenstoffen im Gehirn soll vorliegen. Manche Ärzte sprechen auch von Mikroentzündungen an den Gefäßen.

Wenn Du unter Migräneanfällen leidest , hast Du bestimmt schon mal ein Ernährungstagebuch geführt, um so genannten „Triggern“ auf die Spur zu kommen, die eine Attacke auslösen können. Rotwein, Schokolade oder Käse können Lebensmittel sein, auf die manche Menschen mit einseitigen Kopfschmerzen reagieren. Sinn und Zweck des Protokollierens ist es, diese vermeintlichen Auslöser künftig zu vermeiden. Funktioniert das bei Dir? Dann freue ich mich für Dich.

Aber mal ehrlich: sind diese Trigger wirklich IMMER für eine Attacke verantwortlich? Liegen nicht manchmal auch ein, zwei oder drei Tage zwischen dem Konsum des Lebensmittels und den Schmerzen und verfälschen das Ergebnis? Mal hatte ich nach Rotwein eine Attacke, mal nicht… Kennst Du das? 

Da auch Blutzuckerschwankungen für Migräneattacken verantwortlich sein sollen, raten viele Ärzte zu häufigen Zwischenmahlzeiten „gesunder Kohlenhydrate“, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Diese Zwischenmahlzeiten führen aber eher dazu, den Blutzuckerspiegel immer wieder auf Achterbahnfahrt zu schicken. Unabhängig davon, ob es sich um Vollkornprodukte – die langsamer im Blut landen – handelt oder nicht. Weshalb ist das so? Alle Kohlenhydrate landen schlußendlich als Einfachzucker in Deinem Blut. Durch ständiges Essen saust der Blutzuckerspiegel regelmäßig hoch und runter – eine enorme Belastung für das Gehirn, das seine Energie aus Glukose bezieht, wenn viele Kohlenhydrate gegessen werden.

Was viele nicht wissen: das Gehirn mag Fette als Energieträger viel lieber! Gesundes Fett sowie eine moderate Menge an Eiweiss halten den Blutzuckerspiegel stabil auf einem viel niedrigeren Niveau und Dich lange satt. Damit das Gehirn seine Energie aber aus Fett beziehen kann, darf sich der Körper umgewöhnen – mindestens vier Wochen lang. In dieser Zeit wird komplett auf Kohlenhydrate aus jeglichen Getreideprodukten, Hülsenfrüchten und Zucker verzichtet und die fehlenden Kalorien durch gesundes Fett und Eiweiß ersetzt. In der Leber entstehen so genannte „Ketonkörper“, die dem Organismus dann an Stelle der Kohlenhydrate zur Verfügung stehen.

Migräneattacken können dann ganz ausbleiben oder schwächen sich sehr deutlich in Intensität oder Häufigkeit ab. Ein wahres Wunder für viele Migräniker.

Als weiteren positiven Nebeneffekt wirst Du eine viel größere geistige Klarheit und Wachheit empfinden. Da liegt es doch nahe, diese Ernährung dauerhaft beizubehalten!