Gesundheitliche Risiken von Übergewicht

Zwei Drittel aller Männer und die Hälfte aller Frauen in Deutschland sind übergewichtig. So steht es schwarz auf weiß auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts. Im EU-Vergleich sind die Deutschen dicker als der Durchschnitt der anderen Länder. Fette Tatsachen, die wir auch im Alltag sehen. Unabhängig davon, ob Du es selber eher schlank oder füllig magst, bergen Fettleibigkeit und Übergewicht viele gesundheitliche Risiken. Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und auch die „Nicht alkoholische Fettleber“ sind nur einige Krankheiten, die dazu zählen. Die Krankenkassen schlagen eine tägliche Kalorienzufuhr von 2.400 für einen Mann und um die 2.000 für eine Frau vor. Diese Mengen führen nicht zu solch einem Übergewicht.

Fakt ist aber, dass der „Durchschnitts-Deutsche“ sich täglich um die 3.500 Kalorien einverleibt. Und als wäre das nicht schon schlimm genug (es sei denn, Du arbeitest körperlich wie ein Pferd und verbrennst die Nahrungsenergie), empfiehlt uns eine große deutsche Gesellschaft, die sich mit Ernährung beschäftigt, immer noch, 50-60 % unserer Kalorien aus Kohlenhydraten aufzunehmen. Was bedeutet das konkret?

50 % von 3.500 Kalorien sind 1.750. 1 Gramm Kohlenhydrate schlägt mit 4 Kalorien zu Buche. 1.750 Gramm geteilt durch 4 Kalorien = 438 Gramm à 4 Kalorien.

438 Gramm sind exakt die Menge Zucker, die Du im Bild links siehst.

 

Wie viele Kohlenhydrate verstecken sich in Deinen Lieblingsspeisen?

Wenn Du Dich noch nie mit den Makronährstoffen Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett beschäftigt hast, wird Dich die folgende Liste vielleicht überraschen. Ich habe Dir die ungefähre Kohlenhydratmenge einiger gängiger Lieblingsspeisen der Deutschen mal aufgeführt:

1 Weizenbrötchen: 34 g

1 Vollkornbrötchen: 28 g
100 g Quinoa: 17 g
100 g Haferflocken: 60 g
1 Glas selbstgepresster Orangensaft: 26 g
100 g Crunchy Nut „Müsli“: 82 g
1 Teller gekochte Hartweizennudeln: 45 g
1 Teller gekochte Vollkornnudeln: 42 g
1 Banane: 15 g
1 Flasche Weizenbier: 15 g
1 Glas Cola: 27 g
1 mittelgroße Salzkartoffel: 23 g
1 Tüte Chips (175 g): 86 g
1 Fertigpizza Salami (329 g): 67 g
1 Tafel Vollmilchschokolade: 56 g
100 Gramm Gummibärchen: 77 g
1 Scheibe Discounter-Graubrot: 15 g
100 g Möhren: 7 g
100 g Vanilleeis: 28 g
100 g Reis: 35 g
20 g Erdbeermarmelade: 12 g
1 Döner Kebab: 75 g 

Was macht der ganze Zucker in Deinem Körper?

Wie Du siehst, habe ich sowohl angeblich „gesunde“ Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte als auch „ungesunde“ wie Backwaren aus Weizen aufgeführt. Ob Vollkorn oder Weizen, schnelle oder langsame Kohlenhydrate, gesund oder ungesund ist dem Blut völlig egal, denn Kohlenhydrate werden letztendlich alle zu Einfachzuckern abgebaut. Dort schwimmen sie dann, erhöhen den Blutzuckerspiegel und sollen mit Hilfe des Hormons Insulin in die Zellen gebracht werden, wo die Energie verbrannt werden soll. Die Zellen können allerdings nur einen Teil aufnehmen und sind  meist schon randvoll, weil der Zuckernachschub konstant eintrifft. Somit wird die Energie nicht verbraucht, wenn Du Dich nicht bewegst, so dass der überschüssige Zucker in Fett verwandelt wird. Fettzellen können nämlich unbegrenzt wachsen. Auch wenn nun so viel Energie in Form von Fett in den Zellen gespeichert wird, sie wird nicht abgebaut, da der Körper immer die ständig verfügbaren Kohlenhydrate bzw. die Glukose, zu denen sie abgebaut werden, bevorzugt. Langer Rede kurzer Sinn: so lange Du die Kohlenhydrate in Deiner Ernährung nicht drastisch reduzierst und mal vier, fünf Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einlegst, hast Du keine Chance, dauerhaft Fett und Gewicht zu verlieren.

Was macht nun ein Diabetiker, dem vom Arzt gesagt wird, er müsse nichts an seiner Ernährung ändern, so lange er gut mit einem Diabetesmedikament eingestellt ist? Oder anders gefragt: wie schnell würden sich die Zuckerwerte verbessern, wenn der Nahrungszucker ( = Kohlenhydrate) reduziert würde? Im Rahmen einer Ernährungsberatung mit anschließender Ernährungsumstellung stellen sich sehr schnell Verbesserungen ein. Möchtest Du wissen, welche kohlenhydratreduzierten Alternativen es gibt? Dann schau doch mal bei LCHF-Deutschland vorbei und lass Dich inspirieren!

Hast Du einen „Rettungsring“ am Bauch?
Dann lese aufmerksam!

Zucker ist zudem ein Energieräuber. Wenn Du Dich häufig müde, schlapp und lustlos fühlst, überleg doch mal, ob ein erhöhter Zuckerkonsum nicht die Ursache sein könnte.

Auch ein „Bauchring“, spricht für einen viel zu hohen Verzehr von Kohlenhydraten. Er ist nicht nur ein kosmetisches Ärgernis für viele, sondern stellt auch ein hohes gesundheitliches Risiko gar, da dieses Fett hormonaktive Substanzen ausschüttet, die Entzündungen und insbesondere gastro-intestinale (z. B. Magen/Darm) Krebserkrankungen begünstigen können. Merke: nicht Fett macht fett (hierzu gibt es bald einen neuen Blogartikel), sondern ein Zuviel an Kohlenhydraten macht fett!

Übrigens… wenn Du der Meinung bist, dass Du niemals auf die 438 Gramm pro Tag kommst und Du deutlich unter den 3.500 Kalorien bleibst, schau doch mal auf das kleine Zuckertütchen rechts im Bild. Das ist die empfohlene tägliche Menge: 

21 g.

Noch Fragen? Dann schau Dir gern mein Angebot an – vielleicht kann ich Dich bei Deiner Ernährungsumstellung unterstützen.